Judith Stuntebeck

Hilfreiches Gestein

Dank Steinwerkzeugen eröffneten sich dem Menschen bereits vor 2,6 Millionen Jahren neue Nahrungsquellen. Zugleich konnte er sich damit gegenüber konkurrierenden Raubtieren behaupten. Anfangs benutzte man scharfe Steinscherben, wie sie in der Natur vorkommen. Handliche Geröllsteine richtete man mit ein paar Schlägen grob zu. Diese einfachen Geräte waren vielseitig einsetzbar und veränderten sich über Jahrtausende nur

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Wirbel

Große Fleischfresser wie Wölfe hinterließen stumpfe Kratzer, runde Eindrücke, abgekaute Gelenke und stark zerkleinerte Knochen. Die Überlagerungen der Spuren von Steingerät und Tierzahn zeigen deutlich, dass die Wölfe sich mit dem begnügen mussten, was die Menschen übrig gelassen hatten. Wirbel mit Bissspuren von Raubtieren (Wolf), Foto: V. Minkus

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Pferdeschädel

Die Pferdeschädel sind durch die Auflast des Sediments zwar zerdrückt, in der Regel aber nahezu vollständig erhalten. Auffallend ist, dass sie nicht aufgeschlagen wurden, um das eiweißreiche Hirn zu entnehmen. Ob sich der Aufwand nicht lohnte oder ob es dafür ideelle Gründe gab, ist unklar. Pferdeschädel II Schö13 II-4 716/2, Oberschädel nahezu vollständig, Alter 9-12

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Herde oder Herden? Die Schöninger Pferdepopulation

Auf dem Fundplatz 13II-4 lagen Reste von mindestens 36 Pferden verschiedener Altersklassen. Anzahl und Alter wurden anhand der Zähne ermittelt. Die Jüngsten lebten nur 9 Monate, die Ältesten 14 Jahre. Das Gebiss liefert auch Hinweise auf das Geschlecht: Hengste haben sehr viel kräftigere Hakenzähne (Canini) als Stuten. So ließen sich unter den erwachsenen Tieren mindestens

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ERFOLGSREZEPT

Die Geschichte der Gattung Homo, des Menschen, ist eine komplizierte Abfolge von Ausbreitung und Rückzug, von Erfolgen und Rückschlägen. Drastische Veränderungen von Klima und Umwelt prägen den langen Zeitraum ihrer Entwicklung. Wie kaum einer anderen Gattung gelang es dem Menschen, sich so vielen verschiedenen ökologischen Verhältnissen anzupassen und sich darin zu behaupten. In ihrer 2,5

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Zum Stoßen

Bereits während der Ausgrabung fiel der sogenannte Speer VI durch seine Länge auf. Wie die anderen Stangenhölzer ist auch er verformt. Bei der genauen Untersuchung stellte sich jedoch heraus, dass seine Krümmung nicht durch die Auflast der Sedimente verursacht wurde. Sie entstand als der Gipfeltrieb des noch jungen Bäumchens brach und sich daneben ein neuer

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Die anderen Speere

Sechs nahezu vollständige Speere und eine Lanze wurden bislang geborgen. Daneben fanden sich Reste von Speerspitzen und einige geschnitzte Holzstücke, die wie Teile von Speerschäften aussehen. Bei der weiteren Untersuchung dieser Fragmente werden sicherlich noch Anpassungen gefunden, so dass sich die Gesamtzahl der Holzgeräte erhöhen wird. Die sorgfältig, glatt und sauber bearbeiteten Oberflächen der Hölzer

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Speer II

4 Teile, nahezu vollständig erhalten, Basis geringfügig beschädigt, Gesamtlänge: 229 cm, Durchmesser maximal: 3,7 cm, Holzart: Fichte Picea spec., Alter des Baums beim Schlag: 45 – 55 Jahre, Schlagzeit: Frühsommer Stellenweise ist der Bast – die dünne Schicht unter der Rinde – noch erhalten. Das zeigt, dass für den Speerschaft das Fichtenstämmchen in seiner ganzen

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